Am Schluß der Umfrage erhielten die Befragten die Gelegenheit, eigene Kommentare abzugeben. Die Kommentare spiegeln eigene Erfahrungen und Meinungen wieder, alle personenbezogenen Daten wurden anonymisiert.


  1. "Bettensperrung" ist zumindest bei uns ein Konzept, dass mit allen Mitteln vermieden wird - auch wenn die Qualität der Pflege darunter leidet (was dann in Gesprächen mit der "Entscheider- und Führungsebene konsequent beschönigt wird) bzw. Patientensicherheit nur reduziert gewährleistet weerden kann.   Im Rahmen der Dienstplangestaltung (eigentlich 3/3/2) wurde das Personal seit Jahren erkennbar in Richtung 2,5/2,5/2 gebahnt...sodass inzwischen ab und zu auch 2/2/2 gearbeitet wird - dem Aufnahme- und Verlegungszwang der Ärzteschaft tut dies keinen Abbruch.   Im Rahmen der o.g. Gewöhnung ist das Personal inzwischen schon soweit abgerichtet, selbstständig und aktiv Mehrarbeitstunden abzubauen ("kann ja jemand früher gehen/daheim gelassen werden, ist doch nicht so viel los, wir haben doch momentan x Betten frei"), selbst wenn dies im Nachhinein dann für Mehrarbeit bei der reduzierten Besatzung sorgt!

  2. n.n. betreut 15 its Betten und 6 imc. Letztere werden i.d.r. sofort bei Personalmangel gesperrt. Mfg

  3. Ärzte haben die meiste Macht. Teilweise wird uns der 10. Patient auf den Flur geschoben (max. 9 Betten)... Wie soll man sich da wehren? Meine Leitung stand daneben....

  4. Auch wenn die Pflege einen Konflikt oder Mangel aufzeigt, entscheiden dennoch oft die Verwandten Berufsgruppen ob eine Bettensperrung notwendig oder sinnvoll ist.   Zahlen, Daten, Fakten.   Eine ausreichende Versorgung ist ihnen immer noch gut genug. Quantität statt Qualität. Auch hier werden Kosten gespart.

  5. Auf der Its hier werden nie Betten gesperrt. Bei einer Soll-Besetzung von 6 sind wir die meiste Zeit zu viert. Dabei betreuen 2 Pflegekräfte 4 Patienten und zwei betreuen 3. Dieser Zustand gilt auch wenn z.T bis zu 3 ECMO-Patienten hier liegen.

  6. Auf Grund der Einsatzbereitschaft unseres Teams konnten wir mehrfach brenzlige Situationen meistern ohne das Management allzu sehr in Bedrängnis zu bringen, um die sprichwörtlichen Zahlen zu liefern. Auf Grund der demografischen und medizinischen Entwicklung als auch der Ausbildungssituation sehe ich persönlich leider sehr dunklen Zeiten entgegen. Dennoch geben mein Team und ich weiterhin unser Bestes und werden hoffentlich weiterhin Situationen meistern. Ich bedanke mich und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ihrer Studie und freue mich bald von einer Auswertung dieser zu hören.

  7. Aufgrund der schlechteren Arbeitsbedingungen auf Intensiv entsteht viel Frust beim Personal, massiver Anfall von Mehrarbeit und verursacht mehr und mehr Abwanderung von Personal sowie gehäufte Krankheitsfälle.  Dies führt wie in einer Spirale zu immer inakzeptableren Arbeitsbedingungen und zu einer schlechteren Versorgung der Patienten.  Unter DIESEN Bedingungen ist die Entlohnung der Mitarbeiter äusserst schlecht, nicht nur finanziell gesehen, sondern auch der Ausgleich mit Frei!!!  Zwar spart der Arbeitgeber vordergründig Personalkosten durch Mangelbesetzung ein, ich befürchte jedoch, dass die zusätzlichen Kosten durch mögliche Behandlungsfehler oder eben fehlende Belegungszahlen die Einsparungen übersteigen. 

  8. Bei Ärztemangel werden Betten gesperrt. Wenn Pflegekräfte fehlen, dann muss man da mal durch. So ist es zumindest bei uns.

  9. Bei uns gibt es keine Bettensperrungen, schon gar nicht wegen Personalmangels. Das Geld, was dann nicht verdient werden kann, steht im Vordergrund.

  10. Bettenschließung ist die allerletzte Maßnahme, wird dann aber von allen beteiligten Berufsgruppen akzeptiert. Oft arbeitet die Pflege in Unterbesetzung

  11. Bettenschließungen durch Personalmangel könnte durch effektiveres Personalmanagement vorgebeugt werden. Die Lohnkosten, die von den Krankenkassen für erkrankte Mitarbeiter den Häusern erstattet werden, müssten für Personalausfälle im Vorfeld investiert werden. Dann wäre dieses Personal im Notfall schon einigermaßen eingearbeitet und könnte eingesetzt werden. Leider wird immer erst reagiert, wenn der Notfall eingetreten ist.

  12. Bettensperrung gibt es bei uns nur bei langanhaltendem Personalmangel z.B. durch Dauerkranke, sonst werden Mitarbeiter aus dem Frei geholt und das fehlende Personal durch Mehrarbeit aller anderen kompensiert. Bettensperrungen sind nur dann möglich, wenn nichts anderes mehr geht!

  13. Bettensperrung in der Regel nur bei Ärztemangel

  14. Bettensperrung eingeleitet aufgrund hoher Anzahl frischexaminierten Pflegepersonen. Sehr wenig Fachkompetenz vorhanden.

  15. Bettensperrung findet bei uns selten statt. Wir haben dieses Jahr den Stellenplan extrem aufgestockt !!

  16. Bettensperrung ist ein gutes Instrument, um kurzzeitige Personalengpässe zu kompensieren, ohne Personal psychisch und physisch Extrabelastungen zuzumuten und Patientenleben zu gefährden. In meiner neuen Klinik gibt es keine Bettensperrung und Entlastung der Ärzte und Pflege. 

  17. Bettensperrung ist m.E. eine Folge von schlechter Organisation intern, und eine Folge der Entwicklung, dass immer mehr Pat. intensiv behandelt werden (müssen)

  18. Bettensperrung ist Teil des aktuellen Haustarifvertrages.

  19. Bettensperrungen finden nicht statt - entsprechende Initiativen von pflegerischer Seite (Patientensicherheit, Erreichen von "hohen" und nicht nur "ausreichenden" Standards, etc.) werden von ärztlicher Seite und mit Wissen der Hausleitung konsequent abgeblockt. Schriftliche Meldungen ("Überlastungsanzeige") an Arbeitgeber werden relativiert und führen bei Wiederholung zu "Einzelgesprächen" ...spätestens danach ist das Thema vom Tisch.

  20. Bettensperrungen funktionieren bei uns, weil der Chefarzt der Abteilung die Gesamtverantwortung hat und uns in dieser Problematik unterstützt  Wir haben fünf 4-Bett-Zimmer mit der Option eines 5. Bettplatzes, somit wird die Bettensperrung tw. mit 5 Patienten und 2 Pflegekräften pro Zimmer kompensiert

  21. Bettensperrungen müssen insbesondere "gegen" den Chefarzt durchgesetzt werden. Unabhängig von den Kapazitäten der Intensivstation werden bestimmte Notfallpatienten (z.B. Aortendissektion) NIE abgewiesen und gegebenenfalls auf eigentlich gesperrte Betten aufgenommen. Vielen Dank für diese Umfrage! Ich harre gespannt der Ergebnisse...

  22. Bettensperrungen sind bei nicht kompensierbarem Personalausfall die einzige Lösung, sicheres Arbeiten zu gewährleisten.

  23. Bettensperrungen werden bei uns mit allen Konsequenzen versucht zu vermeiden. Oft ist die Belastung der Pflegekräfte physisch und psychisch kaum mehr zu ertragen und der Anteil junger und unerfahrener Kollegen macht es nicht besser. Und diese sind auf Grund der Belastung schnell frustriert.

  24. Bettensperrungen werden oft von Assistenzärzten und der Notaufnahme umgangen. Notfälle aus dem Haus werden immer aufgenommen. Treten oft sehr spät in Kraft, wenn das Pflegepersonal schon am Stock geht. Sind ohnehin sehr selten. Selbst Wochen ohne Normalbesetzung und zusätzliche bereichsfremde Arbeiten (Personalausfall Stationshilfen, Besucherempfang, Therapeuten) sind oft kein Anlass für eine Bettensperrung.

  25. Bin sehr auf die Ergebnisse gespannt.

  26. Bin sehr überrascht über dieses Thema - eine Sperre aus Personalgründen war bis jetzt noch nie der Fall. Bei einer guten Planung der Abwesenheiten haben auch Mehrfachkrankenstände zwar zu teilweisen Zusatzdiensten, aber nie zu einer Sperre geführt. Wir haben eine ICU mit 8 Betten und einem Belag mit größtenteils Akutpatienten aus allen Fachgebieten. Die Belegung ist trotz teilweise schneller Verlegung sehr hoch.

  27. Bisher keine Bettensperrungen augrund von Personalmangel, da bei Ausfällen Mitarbeiter aus dem Frei rekrutiert wurden und derzeit eine Überbesetzung auf der Station gegeben ist.  

  28. Danke das Sie diese Umfrage machen.

  29. Der Beruf sollte wieder attraktiver gemacht werden, Bessere Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen, genügend Personal

  30. Der Einsatz von Honrarkräften in der Pflege erscheint mir fragwürdig, da hier sehr unterschiedliche Qualifikationen & Fähigkeiten zu Tage treten. Mal können sie eigenständig arbeiten, mal kann man sie nicht "alleine lassen "

  31. Die Belastungen sind oftmals kaum noch zu ertragen.

  32. Die Bettensperrung hat auf unserer Intensivstation in erster Linie mit dem nicht mehr vorhandenen qualifizierten Personalschlüssel zu tun.

  33. Die Lösung unseres Personalproblemes ist nun: Pflegekräfte (welche keine Überstunden aufweisen und nicht zwingend im eigenen Haus benötigt werden) werden aus ihren Häusern zeitweise zu uns versetzt, um hier die Lücken zu stopfen. Clever clever ! So spart man Geld und in ein paar Monaten steht man wieder vor dem gleichen Problem. PERSONAMANGEL

  34. Die PDL ist sehr zurückhaltend mit dem Sperren von Betten, die tragen es lieber auf dem Rücken der Pflege aus. Wir hatten Zeitarbeiter, aber dadurch sank die Qualität weiter, da diese sich nicht an unsere Abläufe und Standarts halten.

  35. Dieses Jahr erstmalig erlebt, dass Betten gesperrt wurden.

  36. Eine Bettensperrung ist die absolute Ausnahme und wird oft eher unter der Hand gemacht. Eine Zwangsbelegung durch Notaufnahme findet trotzdem häufig statt oder es wird gesagt, der Patient wird schon nicht so aufwändig sein, obwohl man es vor Aufnahme nie abschätzen kann.

  37. Eine Bettensperrung findet bei uns so gut wie nie statt. Wenn dann doch einmal, dann meist aus Mangel an Ärzten, nicht wegen Pflegepersonalmangel. Traurig!

  38. Eine Bettensperrung ist von der Klinikleitung/Chefarzt/Pflegedirektion nicht gewünscht und wird deshalb auch nicht umgesetzt

  39. Es entsteht ein größerer Durchlauf. Wer ist intensivpflichtig wer nicht. Mehr Arbeit durch Aufnahme und Verlegung

  40. Es kommt zu keiner Bettensperrung, egal wie hoch der Ausfall oder sonstige Umstände vorliegen. Obwohl das Mittel theoretisch zur Verfügung steht und auf anderen Stationen im Haus angewendet wird. Seitens der Pflegedienst- und ärztlichen Leitung in unserem Bereich lautet das Motto "Es geht trotzdem weiter!"

  41. Es wäre ja schön, wenn mal Betten gesperrt würden. Bei uns muss das Pflegepersonal den Mangel kompensieren. Immer!

  42. Es wird bei uns kaum ein Bettenplatz gesperrt. Falls eine Bettensperrung durch Pflegekräfte erwirkt wird, wird diese meist aufgehoben, sobald eine weitere Aufnahme ansteht.

  43. Es wird immer schwieriger eine Bettensperrung durch Krankenhausleitung und Oberärzten bewilligt zu bekommen. Teilweise wird schon von 1 zu 4 Pflege geredet. Oder es wird gesagt, man müsse erstmal die Schwere der Erkrankungen auf Station sehen um dann evtl. nur ein oder zwei Betten zu sperren (bei 18 Intensivbetten mit teilweise nur 5 Pflegekräften). Das wir aber jeder Zeit den "nicht so schwer erkrankten Patienten" verlegen müssen für eine neu aufgenommene Reanimation und dann erstmal ein paar Stunden keine Zeit mehr für die anderen Patienten haben, das sieht keiner. Es ist wirklich eine Zumutung für das Team und es wird immer schlimmer.

  44. Es wird leider viel zu selten Betten gesperrt, weil die Oberen bzw. die, die das als einziges durchsetzen können, immer meinen, dass das noch geht so unterbesetzt zu arbeiten und somit eine Gefahr für Patienten (indem man den Patienten nicht mehr gerecht werden) und auch für die Gesundheit der Pflegenden  (Burn-Out, keine Motivation mehr und dadurch können Pflegefehler passieren...)

  45. Es wird Zeit, dass die Situationen publik werden.

  46. Es wurden auch schon Sekundärpatienten von anderen Kliniken übernommen trotz bestehender Pflegepersonalengpässen bzw. sich bereits abzeichnender Engpässe

  47. Faktisch kam es noch nie zur Bettensperrung durch Personalmangel, es erfolgt dann eine rigorose Leistungsanpassung, auch über längere Zeiträume

  48. Finde den Fragebogen gut und hoffe das sich damit etwas bewirken lässt 

  49. Finde ich richtig gut das es diese Umfrage gibt

  50. Für Intensivmedizin auf dem Niveau, das unseren Patienten zusteht, sind die Pflegekräfte mindestens genauso wichtig wie die Ärzte

  51. Für Stationen, die niemals Bettensperrungen vornehmen dürfen, egal wie unterbesetzt sie sind, sind die Fragen teilweise nicht zu beantworten. Trotzdem gute Aktion!

  52. Gesperrte Betten werden im Tagesverlauf leider häufig dann doch belegt (aufgrund hausinterner Notfälle, mangelhafter Kommunikation, Abmeldung aller ITS in der Region usw.)

  53. Ich arbeite auf einer interdisziplinären Intensivstation. Bettensperrung erfolgte immer nur durch Ärzte der Anästhesie. Internisten nahmen nicht daran teil

  54. Ich arbeite in n.n. und habe seit zwei Jahren nur eine einzige Bettensperrung erlebt, was an Anwesenheitspflicht bei beatmeten Pat. im Zimmer und Ausfall einer Pflegekraft lag. Normalerweise sind unsere Schichten so gut besetzt, dass selbst bei Krankheitsausfall der Arbeitsablauf und die Patientenversorgung gewährleiste ist. Aus dem Frei werden zwar auch Kollegen erfragt, aber meist ist dies für eine Schicht nicht nötig. Bei Personalmangel wird sich mit dem Arzt besprochen und dieser sperrt dann 1-2 Betten ohne grosse Diskussion. Aber wie gesagt habe ich das im letzten Jahr nicht erlebt, weil es nicht nötig war.

  55. Ich arbeite seid 5 Jahren auf meiner Intensivstation und habe es noch nie erlebt, dass auf Grund eines Pflegemangels ein Bett gesperrt worden ist.

  56. Ich bin todunglücklich über die Notwendigkeit der Bettensperrungen- ich würde mich freuen, wenn die Politik und die Krankenhausführung die Situation vernünftig einschätzen und endlich gegensteuern würden! Im Interesse der Patienten und des Krankenhauspersonals

  57. Ich finde den Personalschlüssel unfassbar! Man kann keine 4-5 Patienten vernünftig pflegen und versorgen!!

  58. Im Haus wird unterschiedlich verfahren. Die n.n. schafft es dank der Anästhesie Betten zu sperren.

  59. Im Intensivbereich kam es bis dato noch nie vor, dass Betten wegen Personalmangels gesperrt wurden. Ein grundsätzlicher Personalmangel besteht bei uns nicht - Engpässe entstehen nur bei Personalausfall durch Krankenstände. Diese Ausfälle werden durch KollegInnen ersetzt.

  60. In unserem Intensivbereich der Maximalversorgung kam es in den letzten ZEHN Jahren immer wieder zu Überlastung wegen Personalmangel. Einerseits durch immer wieder nicht besetzte (besetzbare?) Stellen, andererseits durch hohen Krankheitsausfall auch aufgrund der ständigen großen Belastung, sowohl körperlich als auch psychisch. Dennoch würden es erst jetzt, seit ca. 6 Monaten, Bettensperrungen durchgeführt. Wir haben allerdings auch im ersten Halbjahr 2016 bereits n.n. (Anm.: 4stellig!) Überstunden sowie andauernd zwei freie Planstellen im Team.

  61. In unserem Krankenhaus wird zu keiner Zeit eine Bettensperrung durchgeführt. So kommt es in letzter Zeit auch gehäuft dazu, dass sogar unter Regelbesetzung gearbeitet werden muss.  Ebenso ist unerwünscht, die Intensivstation trotz völliger Auslastung und Belegung "abzumelden".

  62. Interessant ist, dass i.d.R. zu wenig Betten gesperrt werden und der Pflegeschlüssel somit auch nach der Sperrung schlechter bleibt als im regulären Betrieb

  63. ist jedesmal ein sehr schwieriger Prozess

  64. Leider steht und fällt die Entscheidung der Bettensperre immer in Abhängigkeit der Personen, die gerade da sind. Oft bedarf es intensiver Diskussionen, bis die Bettensperre durchgeführt wird.

  65. mehr Sicherheit = mehr Personal

  66. Meistens werden keine Betten gesperrt sondern nicht qualifiziertes Personal von anderen Station eingesetzt

  67. Oft kommen wir ohne Bettensperrung aus, da wir es oft schaffen, uns anders zu helfen

  68. Personelle Engpässe der Pflege haben in unserer Klinik bislang noch nie zu einer Sperrung von Intensivbetten geführt. Lediglich die Ärzte entscheiden, ob wir von der Rettungsleitstelle abgemeldet werden, dann aber auch eher aus Gründen einer Vollbelegung.

  69. Schöne Idee, aber nicht zu vergessen: Betten die gesperrt werden, sind oft ein Orga Verschulden im Vorfeld. Es sollte nicht als Instrument der Wertschätzung, sonders als aller letztes Mittel gewählt werden

  70. Schwerstkranke mit hohem Überwachungsbedarf und respiratorischer Insuffizienz werden auf periphere Stationen mit Monitorplaetzen, z.B. fuer die  Nachsorge bei ambulanten Eingriffe gelegt, ohne Betreuung durch Facharzt und überfordern das wenig ausgebildete Pflegepersonal, welches den Arbeitsplatz oder Beruf wechselt.      

  71. Sehr geehrte Damen und Herren, setzen Sie sich bitte für einen bindenden Pflegeschlüssel ein. Im Speziellen für die Intensivstationen auch für eine feste Fachpflegequote, um die Versorgungsqualität der Patienten zu gewährleisten. Es kommt häufig vor, dass Patienten zum Beispiel auf Grund von Zeitmangel nicht geweant werden oder unzureichend versorgt werden. In Ihrer Umfrage fehlt mir der Zuwendungsaspekt zu den Patienten. Die Patienten brauchen keine neuen Betten und Infusiomaten etc. sondern Menschen, die sich um sie kümmern, wenn sie auf Toilette müssen. Deshalb brauchen wir dringend Pflegekräfte in allen Bereichen.  - trotzdem gut, das mal danach gefragt wird.

  72. Seit ca 3 Monaten werden keine Betten mehr gesperrt, da dringend notwendig^^, obwohl wir seit längerer Zeit mit absolutem Personalminimum arbeiten...

  73. Standardisierter Prozessablauf nach klaren Kennzahlen / Rahmenbedingungen innerhalb des Verbundes erwünscht.

  74. Trotz Bettensperrung hoher Arbeitsaufwand durch untertägige Aufnahmen und Verlegungen auf den gleichen Bettplätzen!

  75. Trotz der Bettensperrungen kommt es immer wieder zu Belastungsspitzen.

  76. Trotz nicht vorhandener Bettenkapazität kommt es vor, dass Patienten über die Notaufnahme aufgenommen werden. Daraus folgt, dass Patienten, die einigermaßen verlegungsfähig sind, akut im Haus weiterverlegt werden, damit der neue Patient aufgenommen werden kann.

  77. Trotz teils erheblichem Mangel an Pflegepersonal habe ich niemals eine Sperrung von Betten erlebt

  78. Überlastungsanzeigen werden nur zur Kenntnis genommen, sonst nix. Personalrat tut nix.

  79. Unser Arbeitgeber/Chefarzt hat verstanden, dass Qualität (und Hygiene) in Abhängigkeit zu einer angemessenen Besetzung stehen. Wir können bei Personalmangel nicht immer Betten schließen. Zeitweise ist die Belastung sehr hoch. Dennoch achtet man auf eine gute Betreuung, die gerade in einem kleinen Haus für den Ruf wichtig ist.

  80. Viel Spass, bin froh, wenn ich in Rente gehe

  81. Viel zu häufig wird unsere Intensivstation mit Patienten belegt, welche keine wirkliche intensivmedizinische Betreuung benötigen. Es werden Patienten aufgenommen, welche einen DNR (Anm.: Erklärung, auf Maßnahmen zur Wiederbelebung zu verzichten) haben und oftmals nur zum Sterben aufgenommen werden. Dadurch wird die Intensivstation oftmals abgemeldet und es fehlt Platz für wirkliche Intensivpatienten. Die Chefärzte sehen dies aber immer anders und meinen, Abmeldungen der Intensivstation erfolgen nur durch Pflegepersonalmangel. Dies kommt aber nur sehr selten vor.

  82. Wichtiger als die Berücksichtigung von Personalmangel ist die Berücksichtigung des pflegerischen Aufwandes der Patienten

  83. Wird dringend Zeit, dass personelle Standards gesetzlich festgeschrieben werden. Sonst: sollte, könnte, hätte, würde... Bin gespannt auf die Auswertung!

  84. Zu großer Kampf um eine Bettensperrung. Falsche Entscheidungsträger, keine langfristige Lösung beim Personalmangel 

  85. Zur Zeit werden weniger Betten gesperrt, weil Intensivstationen zusammen gelegt werden und dann die Köpfe gezählt werden, trotz verschiedener Fachabteilungen und fehlender Fachkompetenz. Bauliche Behinderungen werden nicht berücksichtigt



5 Kommentare wurden nicht aufgenommen, da sie nur indirekt mit dem Thema zu tun hatten („vielen Dank“, Nennung des Arbeitsorts, Berechnungsmodelle usw.)